Sportbootführerschein See (SBF See)

Der Sportbootführerschein See (SBF See) ist der wichtigste zu erwerbende Segelschein und international als Motorbootschein anerkannt. Er gilt als amtliche Fahrerlaubnis für motorisierte Boote und Segelyachten im Sport- und Freizeitbereich, die mit einem Motor von mehr als 3,68 kW (5 PS) ausgestattet sind, wobei es jedoch keine Beschränkung der Rumpflänge des Bootes gibt. Er besitzt außerdem Gültigkeit für die deutschen Schifffahrtsstraßen innerhalb der 3 Seemeilenzone, die unter die Seeschifffahrtsstraßenordnung fallen. Aufgrund der Führerscheinpflicht für diese 3 Seemeilenzone ist der SBF See als einziger Schein verpflichtend für das Segeln und Bootfahren auf dem Meer und entlang der Küste vorgeschrieben.

Voraussetzungen für den SBF See

Der Erwerb des SBF See bzw. die Teilnahme an der dazugehörigen Prüfung erfordert verschiedene Voraussetzungen. Dazu gehören unter anderem ein Mindestalter von 16 Jahren, ein ärztliches Zeugnis sowie die Vorlage eines gültigen KFZ-Führerscheins oder Führungszeugnisses. Teilnehmer unter 18 Jahren benötigen zusätzlich eine beglaubigte Einverständniserklärung ihres gesetzlichen Vormundes zum Ablegen der Prüfung.

Grundlegendes zur Prüfung

Die Prüfung zum Erwerb des SBF See setzt sich sowohl aus einem theoretischen als auch aus einem praktischen Teil zusammen.

Theorie

Die theoretische Prüfung beinhaltet Aufgaben in den Bereichen Navigation, Seemannschaft, Kollisionsverhütungsregeln, Seeschifffahrtsstraßenordnung sowie Wetterkunde und Fahrzeugführung. Durch einen Fragebogen und gegebenenfalls in einer mündlichen Prüfung müssen hier ausreichende Kenntnisse nachgewiesen werden, wobei dieser Abschnitt der Prüfung in einen Fragen- und einen Kartenteil gegliedert ist.

Praxis

Die Praxis kommt anschließend im zweiten Prüfungsteil zum Tragen, wenn es darum geht, die erlernten Kenntnisse anzuwenden und umzusetzen. Die geforderten Manöver finden hier allerdings nicht zwingend auf einer Seeschifffahrtsstraße statt, da die regionalen Prüfungsausschüsse auch Prüfungsmöglichkeiten auf Binnengewässern anbieten. Zusätzlich werden Fähigkeiten in der Knotenkunde abverlangt.