Sporthochseeschifferschein (SHS)

Der Sporthochseeschifferschein (SHS) stellt für Sportschiffer den höchsten Abschluss im Sportbootschifferwesen dar. Er ist der amtliche Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel sowie von Ausbildungs- und Traditionsschiffen und ist zulässig für alle Meere bzw. die offene See weltweit. Der SHS ist vorgeschrieben für die gewerbliche Nutzung von Sportbooten im Fahrtbereich von mehr als 12 Seemeilen Küstenabstand, sein Erwerb unterliegt im privaten Bereich jedoch der Freiwilligkeit.

Voraussetzungen für den SHS

Anders als bei allen Scheinen, die chronologisch vor dem SHS stehen, liegt das Mindestalter für den Scheinerwerb hier bei 18 Jahren. Zudem wird der Besitz des SSS vorausgesetzt, ebenso wie der Nachweis von 1000 Seemeilen auf Yachten auf offener See nach Erwerb des Sportseeschifferscheins als Skipper, Co-Skipper oder Wachführer.

Grundlegendes zur Prüfung

Die Prüfung zum  Erwerb des SHS kann bereits bei Nachweis von 500 ersegelten Seemeilen auf Yachten auf der offenen See abgelegt werden, wobei die Scheinausstellung dann jedoch erst beim zusätzlichen Nachweis der noch fehlenden 500 Seemeilen erfolgt. Desweiteren ist beim Erwerb des SHS kein praktischer Prüfungsteil, sondern nur ein Theoretischer vorgesehen.

Theorie

Die theoretische Prüfung bewegt sich wie gewohnt in den Bereichen Navigation, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde. Sie legt aufgrund der internationalen Zulässigkeit des SHS in ihren Schwerpunkten dabei jedoch besonderen Wert auf die astronomische Navigation, das internationale Seerecht sowie tropische Wirbelstürme. Neu ist hier die abzulegende mündliche Prüfung, deren Hauptbestandteil die Handhabung von Yachten ist. Es soll damit zum größten Teil getestet werden, ob der Kandidat überhaupt noch aktiv segelt.

Praxis

Eine eigentliche praktische Prüfung ist nicht Bestandteil der Prüfung zum Erwerb des SHS. Die einzige praktische Aufgabe besteht  im Nachweis der Fähigkeit, einen Sextanten zu handhaben. Dies dauert ca. 10 Minuten und beinhaltet die Erklärung und Überprüfung der 3 gängigen Fehler sowie die  Durchführung einer Vertikal-Winkel-Messung.